Schienenfahrzeug

Die Herausforderung
Transport der 100. Flexity
Die neuen barrierefreien Straßenbahnen des Typs “Flexity“ sind schon länger in Wien unterwegs und bieten den Fahrgästen mehr Komfort. Nun ging es darum, die bereits 100. Tram vom Werk im 22. Wiener Gemeindebezirk an die Wiener Linien auszuliefern. Prangl transportierte die Jubiläumsgarnitur vom Norden in den Süden der Stadt – in die Zentralwerkstätte im 11. Bezirk.
Unsere Lösung

Spezial-Straßenbahntransporter
Die Flexity Wien hat eine Länge von 34 Meter, bietet Platz für 211 Fahrgäste, ist vollständig barrierefrei und glänzt mit modernster Technologie. Um solche, nicht gerade handlichen Transportgüter von A nach B zu schaffen, hat Prangl eine besondere Fahrzeugkombination im Fuhrpark: eine Zugmaschine plus ganz speziellem Strassenbahntransporter. Diese Zusammenstellung hat sich im Laufe der Jahre und bei diversen vergleichbaren Projekten gerade in Wien profiliert und wird regelmäßig für den Transport der Flexity-Strassenbahnen eingesetzt. Vor allem, weil sie sich im Stadtgebiet als sehr wendig und manövrierfähig erwiesen hat.

99 Tonnen unterwegs
Die leere Fahrzeugkombination wurde in der ersten Nacht in einer noch kurzen Version zum Straßenbahnwerk in Donaustadt gefahren. Dort erfolgte am nächsten Tag der Umbau des Schienen-Trailers, um die 100. Flexity verladen zu können. Der komplette Transportzug war letztendlich insgesamt 42,5 Meter lang, 2,99 Meter breit, 4,40 Meter hoch und hatte ein Gesamtgewicht von 99 Tonnen. In der zweiten Nacht war es dann so weit: Begleitet von mehreren Fahrzeugen des Straßendienstes setzte sich die Zugmaschine mit ihrer langgestreckten Fracht Richtung S2 in Bewegung.

Umweg wegen Baustelle
Schon bei der Auffahrt zur S2 kam der Konvoi zum Stehen, weil der erste Kreisverkehr vom Transportzug nur durch zurückschieben zu schaffen war. Danach führte der Weg über die A23 zur Südautobahn – der direkte Weg über den Favoritner Verteilerkreis war wegen einer Baustelle nicht möglich. Die Ausweichroute beinhaltete einen Umweg bis Wr. Neudorf, wo durch die Wiedereinfahrt auf die Südautobahn zurück Richtung Norden ein heikles Wendemanöver auf den Fahrer des Transportzuges wartete. Doch der Profi konnte auch diese Herausforderung bravourös meistern.

Sichere Ankunft
Über die Ausfahrt St. Marx wurde im nächtlichen Wien die Simmeringer Hauptstraße erreicht. Im Bereich der Hausnummern 155 und 197 musste die Transportkombination von der normalen Fahrbahn auf die Gleiskörper wechseln. Denn das Gesamtgewicht von 99 Tonnen hätte die Eindeckung der an dieser Stelle darunter liegenden U-Bahn überlastet. Wieder zurück auf der Fahrbahn absolvierten Transporter und Begleitfahrzeuge die letzten Meter der Route ohne jeglichen Zwischenfall. Und die Jubiläums-Straßenbahn wurde in den Zentralwerkstätten der Wiener Linien wohlbehalten abgeliefert – so wie alle anderen Straßenbahnen zuvor auch schon.
Leistung
Branche
